Die Gemeinde zählt 11.674 Einwohner und umfasst eine Fläche von 20.484 Hektaren, was eine Bevölkerungsdichte von 57 Einwohnern pro Quadratkilometer ausmacht. Sie ist hochgelegen auf einer Höhe von 765 Metern über Meer. Das Rathaus befindet sich auf der Piazza Municipio Nr. 1, Tel.-Nr.: 095 7991912 Fax-Nr.: 095 921387, Gratisnummer 800261310.

Randazzo liegt zwischen den Flüssen Alcántara und Simeto und zeichnet sich durch eine reiche Produktion von Weinmost, Oliven, Haselnüssen, Mandeln und Kastanien aus. Florierend ist auch Dank ausgedehnter Weideflächen die Zucht von Schafen, Rindern und Ziegen, deren Erzeugnisse anlässlich des jährlichen Viehmarktes jeweils im Juni gekostet werden können.

  • Randazzo Sicily 1
  • Randazzo Sicily 2
  • Randazzo Sicily 3

Der Name Randazzo leitet sich vermutlich aus dem antiken Wort Rannazzu ab, was "großes Dorf" bedeutet, dies auf Grund der großen städtebaulichen Ausdehnung. Die erste Siedlung stammt aus der byzantinischen Ära, als eine Festung umzingelt von einem imponierenden Mauerring errichtet wurde. Rund um das Jahr 1282 wurde sie durch König Peter I. von Aragon in eine Militärbasis für den Krieg gegen das Haus Anjou umgewandelt. Im Jahre 1305 fiel Randazzo unter die Herrschaft von Friedrich II. von Aragon, der hier seinen festen Wohnsitz gründete. Dieser erhielt im Jahre 1332 den Titel Herzog von Randazzo. Anschließend gehörte die Stadt der königlichen Domäne an. Im 16. Jahrhundert erlebte sie eine lange Phase wirtschaftlichen Verfalls, zumal die wichtigsten Adelsfamilien in benachbarte Dörfer wegzogen. Bis zum Jahre 1500 war die Stadt unterteilt in drei Quartiere, wo drei unterschiedliche Dialekte gesprochen wurden, nämlich griechisch, lateinisch und lombardisch. In der Folge nahm sie die heutige städtebauliche mittelalterliche Struktur an, gebaut aus lokalen Lava-Bruchsteinen.

Von großem architektonischem Interesse sind die Sankt Maria Kirche (Chiesa di S. Maria), erbaut zwischen 1217 und 1239 im schwäbisch–normannischen Stil, mit drei majestätischen Apsiden in Form von Zinnentürmen; die Sankt Nikolaus Kirche (chiesa di S. Nicolò) aus dem Jahre 1583, mit zahlreichen Skulpturen aus der Gagini Schule und einem Taufbecken gotischen Stils; sowie die Sankt Martin Kirche aus dem 13. Jahrhundert (Chiesa di S. Martino), mit einem Weihwasserbecken im gotischen Stil und einem prächtigen Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert mit alternierenden einbogigen und zweibogigen Fenstern. Charakteristisch sind auch die Casa Spitaleri aus dem 14. Jahrhundert, die Trümmer der mittelalterlichen Mauer mit dem Sankt Martin Tor aus dem Jahre 1753 sowie das mehrfach umgebaute Schwäbische Schloss (Castello Svevo), wo sich heute das archäologische Museum „Paolo Vagliasindi“ befindet. Unter den wichtigen der aus Randazzo stammenden Persönlichkeiten sind hier der berühmte Musiker Erasmo Marotta (1565-1641), Schöpfer des musikalischen Schäferdramas sowie der Physiologe Andrea Capparelli (1854-1921), Rektor der Universität von Catania, zu nennen.

Postleitzahl: 95036
Koordinaten: 37°53′00″N 14°57′00″E
Höhe: 765 m
Fläche: 205,62 km²
Einwohner: 11 186 (31-12-2010)
Bevölkerungsdichte: 54,4 Einw./km²
Schutzpatron: S. Maria Assunta - San Giuseppe
Feiertag: 15 August - 19 März